Heute Morgen scanne ich durch meinen RSS Feed und sehe gleich zwei interessante neue Kooperationen, die wirklich einen Schritt weiter gehen. Spannend dabei: Es sind Kooperationen von Produkten und Services, die in der digitalen Welt groß geworden sind und nun in die analog-lineare Welt überführt werden. Sonos bringt gerade mit IKEA eine neue Produktlinie für den günstigen Massenmarkt raus und verlässt damit seine Frickel-Hipster-Online-Blase, indem es sich neu zwischen Köttbullar und Billy aufstellt. Und das Gamer Universum „The Witcher“ soll mit Netflix zum GOT-Killer mutieren. Klingt danach, als ob ein paar Marken langsam das Netz zu klein wird.

Schlaue Kooperation 1: IKEA x Sonos

Symfonisk heißt die erste Produktlinie von IKEA und SONOS.  Mit Symfonisk bringt Spotify seine eher nicht ganz so günstigen Smart Speakers in eine Preislage, die es Ottonormalverbraucher attraktiv machen, sich auch mal einen SONOS zuzulegen.

IKEA SONOS Symfonisk
Foto: IKEA Deutschland GmbH & Co. KG/Inter IKEA Systems B.V. 2019

Mit 99 Euro bis 150 Euro für die beiden neuen Produkte ein ganz guter Preis für den IKEA-Massenmarkt und deutlich unter dem, was SONOS bisher üblicherweise aufgerufen hat.

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Relativ Smart: IKEA hat sich scheinbar wirklich bemüht, eine Produktlinie mit SONOS zu designen, die sich relativ platzsparend in das typische IKEA-Wohnzimmer einfügt. Genau das wird der Kooperation aber von Sonos-Fans vorgeworfen. Denn die kompakten Speaker scheinen mehr auf einem Level mit Alexa & Siri zu sein – und nicht so gut in das edlere SONOS Selbstverständnis zu passen. Genau hier beginnt wohl auch das Problem für Sonos. Denn dass sich smarte Speaker vernetzen lassen, dafür hat SONOS längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Und: Den Vertriebshebel von amazon und google hat man auch nicht – die Kooperation mit IKEA findet für SONOS also eher in einer Zeit statt, in der die Marke in die Defensive gerät und man neue Endverbraucher ansprechen muss.

Mehr zur Koop auf dem IKEA Unternehmensblog hier.

Schlaue Kooperation 2: Netflix x The Witcher

Wer sich nicht wirklich für Fantasy erwärmen kann und auch kein Gamer ist, hat kein Herz, dem wird auch „The Witcher“ nicht viel sagen. Basierend auf der Fantasy Reihe „Der Hexer“ des polnischen Autors Andrzej Sapkowski wurde ab 2007 die supererfolgreiche Videospiel-Reihe aufgelegt. 2015 wurde „The Witcher 3 – Wild Hunt“ augelegt, der bisher erfolgreichste Teil der Serie. Hier kämpft sich der letzte Hexer Geralt von Riva (Namensähnlichkeit rein zufällig) als Monsterjäger durch den Fantasie-Kontinent Temerien. Spieler steuern ihn in Third-Person-Perspective durch seine Abenteuer.

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Nicht-Gamer vergessen ja gerne, was für ein massiv erfolgreiches Entertainment-Genre Spiele sind. Das gilt auch für „The Witcher“. Mittlerweile ist „The Witcher 3“ mit viereinhalb Millionen verkauften Exemplaren in den Top 10 der verkaufsstärksten PS4 Games angekommen.

Kein Wunder also, dass Netflix auf der Suche nach einem Format, das den massiven Erfolg von Game of Thrones auch auf Netflix wiederholt, ein besonderes Auge auf diese erfolgreiche Serie geworfen hat. Mit seiner über Jahre gewachsenen Fan-Schar im Gaming-Umfeld wird „The Witcher“ sicher viele Zuschauer binden können, wenn „The Witcher“ ab Dezember 2019 auf Netflix veröffentlich wird.

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Interessante Zeiten für Kooperationen. Natürlich binden digitale Produkte und Angebote Millionen von Menschen. Zunehmend zeigen Kooperationen wie die eben genannten, dass es nicht mehr reicht, diese Services in einer digitalen Welt zu halten. Digitale Brands treten den Weg in die Echtwelt an und schaffen einfachere, günstigere oder linearere Experiences, um den Massenmarkt zu erobern. Wo das Game zur Netflix-Serie wird und der teure Speaker zur IKEA-Leuchte für kleines Geld, können wir uns auf spannende neue Kooperations-Konzepte vorbereiten.

Witcher Material via CD Project Red Press Center

Author

Gerald macht davaidavai.com. Schon seit Ewigkeiten, wenn er auch alle paar Jahre diese Seite einmal komplett relauncht und dann von vorne anfängt. Normalerweise ist Gerald Stratege für digitale Marken.

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