Hallo, ich heiße Gerald Hensel. Ich blogge hier.

Ansonsten bin ich Brand-Stratege, Digital-Stratege, Connections Planner, helfe ich tollen Marken, sich in einer digitalen Welt neu aufzustellen. Zuletzt habe ich eine NGO und ein Social Startup co-gegründet.

Es gab mal eine Zeit, da waren Job-Titel etwas einfacher als heute. Zumindest in meiner Welt. Wenn ich mich in den letzten Jahren beruflich vorgestellt habe, fiel es mir immer schwerer einfache Worte für das zu finden, was ich tue. Und weil ich das, was ich tue, gerne tue. muss ich als Urheber von davaidavai.com mal etwas ausholen, auch wenn sich heute ja niemand mehr Fließtext durchliest. Oder vielleicht doch?

Mehr als 20 Jahre Markenführung. Zwei Drittel davon digital.

Mein Schulpraktikum fand schon in einer Agentur statt. Das war 1992. Danach startete ich 1996 eine Ausbildung als Werbekaufmann, studierte Politik, textete ein paar Jahre , wurde UX-Mensch und Konzepter, um dann final als Marken-Stratege mit Digital-Schwerpunkt zu arbeiten. Lange angestellt. Zuletzt frei. Mich interessieren die Momente, wo Marken plötzlich in Echtzeit arbeiten müssen, wo sie relevante Verbindungen schaffen sollen und ein wenig außerhalb dessen agieren, wo sie sich traditionell wohl fühlen. Ich glaube elementar daran, dass es in der „alten Marken und Marketing-Denke“ viel Wahrheit gibt, die nur zu selten richtig mit der Agilität unserer Zeit integriert wird. Unternehmen dabei zu unterstützen, sehe ich als meine Aufgabe.

Mit und für echt tolle Menschen und Marken gearbeitet.

Jeder definiert berufliches Glück anders. Mein Glück war es, immer für tolle Menschen und tolle Unternehmen arbeiten zu dürfen. Professionelle Rollen vergleiche ich gerne mit Beziehungen. Meine erste große Liebe war die WOB AG, Deutschlands wohl beste B2B Agentur. Danach folgten Neue Digitale / Razorfish, zwei Jahre Amsterdam bei Blast Radius und eine tolle Zeit als Lead der Digital-Strategie bei Scholz & Friends in Berlin. Als selbständiger Stratege und Interims-Manager habe ich zusätzlich für Nike, Jung von Matt, DDB, Geometry, Amsterdam Worldwide und viele andere gearbeitet. Am liebsten für eigene Industrie-Kunden und Mittelständler mit etwas komplexeren Aufgaben.

Coaching und Nachwuchsarbeit.

Mein Job als Marken-Mensch findet in einer Wendezeit statt. Die alte Metapher von dem, was richtig war, wird durch eine neue Metapher ersetzt ergänzt. Es lohnt sich, solche Zeiten philosophisch mitzudenken, wenn man seinen Job liebt. Ich habe mich deshalb immer mit Nachwuchsförderung (zum Beispiel als Dozent auf der Miami Ad School) und mit Verbandsarbeit beschäftigt. So bin ich einer der Co-Founder der Account Planning Group Netherlands und arbeitete im Vorstand der Account Planning Group Deutschland. Hier haben wir zum Beispiel die GROW Conference erstmals aus der Taufe gehoben. Hier haben wir wieder die Nachwuchsarbeit gegenüber (jungen) Plannern in den Mittelpunkt des Konferenz-Zwecks gesetzt. Darüber hinaus bin ich als Speaker bei Konferenzen wie Re:publica, der Social Media Week oder der Allfacebook Konferenz aufgetreten.

Für eine furchtlose Demokratie: Mein zweites Leben die letzten zwei Jahre.

Und dann gibt es neben meinem Leben als Marketing-Mensch noch ein anderes Leben. Als Politologe bin ich natürlich ein recht politischer Mensch. Seit 2016 habe ich zwei gemeinnützige Organisationen als Startups aufgebaut, deren Existenz auf einer ziemlich ungewöhnlichen Geschichte basiert.

Untrennbarer Teil meiner Biographie ist das Jahr 2016 und alles, was folgte. Damals warnte ich vor der zunehmenden kontrolllosen Aussteuerung von Online Werbung auf rechtspopulistischen und rechtsextremen Publikationen. Meine These war simpel: Zu viele Marken haben nicht mehr unter Kontrolle, wo sie Banner aussteuern. Davon profitieren die, die kontinuierlich Wut auf die offene Gesellschaft befeuern. Der Hashtag #keingeldfürrechts wurde äußerst kontrovers diskutiert. Er erhielt aber auch sehr viel Unterstützung. Der darauffolgende orchestrierte Shitstorm gegen mich, mein Umfeld und meinen Arbeitgeber, in dem ich dutzende Morddrohungen erhielt, ließ mich Ende 2016 meinen Job kündigen.

Ich neige nicht dazu, solche Situationen einfach zu akzeptieren. Es war relativ klar, dass eine Gesellschaft, die sich von den politischen Rändern im Netz bestimmen lässt, sehr bald ein Problem hat. Ich gründete 2017 mit einem Zirkel von Freunden den Verein Fearless Democracy e.V., der in Sachen Kommunikation und Digitalisierung eine Bildungsfunktion hat. Ziel: Die offene Gesellschaft gegenüber Desinformation und Hass sprechfähig zu machen. Wir arbeiten dabei mit Politik, Institutionen, Bildungseinrichtungen und Journalisten zusammen. Fearless Democracy e.V. gründete wiederum in Zusammenarbeit mit campact! e.V. die gemeinnützige Organisation HateAid aus, die nun als erste vollumfänglich psychologische und juristische Beratungs-NGO all denen zur Verfügung steht, die Hass im Internet erleben. HateAid ist ein soziales Startup. Sie ist das Spin-Off einer Idee, die noch vor zwei Jahren ganz klein war und die nun selbst mit einem neuen, sehr konkreten Konzept gegen Mord- und Vergewaltigungsdrohungen, Hass und Hetze im Netz, vorgehen hilft. Ich selbst bin dort weder persönlicher Gesellschafter, noch andersweitig bezahlt aktiv tätig. Aber: Natürlich berate ich die Organisation und unterstütze sie ehrenamtlich, wo ich kann. Ich bin überzeugt, dass wir noch viel Gutes von HateAid hören werden.

HateAid: Begleitung von Betroffenen bei Hass-Angriffen
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Von mir publiziert

Eine kleine Auswahl von Texten, die ich abseits dieses Blogs irgendwo publiziert habe oder die mit/über mich publiziert wurden.

Podcast: audible „Der Moment“

Audible Podcast

In der viel gelobten audible Serie „Der Moment“, geht es um Momente, die das Leben verändern. Meiner Geschichte widmete audible Folge 7 der ersten Staffel.

Dokumentation „Werkstattbrief“

Werkstattbrief

Der Werkstattbrief 10 ist eine Kurz-Dokumentation, die die Content-Agentur Profilwerkstatt über mich gedreht hat. Der Film wurde 2018 mit einem BCM-Award, Europas wichtigstem Content-Award, prämiert.

Schulz & Böhmermann, Folge 14

Schulz & Böhmermann

Ich hatte die große Ehre Gast ausgerechnet bei der vorletzten Folge Schulz & Böhmermann als Gast dabei zu sein. Die Folge selbst gibt es leider nicht mehr in der Videothek. Aber ein paar Ausschnitte gibt es hier noch.

Schreiben Sie mir!

Es gibt bestimmt tausend Gründe, warum wir uns mal kennenlernen sollten. Egal, ob Sie Fragen zu meinen Projekten haben oder mir einen spannenden Link schicken wollen: Tun Sie es einfach. Am besten an hi (at) geraldhensel.com oder mit Klick auf den Button unten.